Gelenk- und Fußchirurgie Mittelhessen  
 
 
   
 
 
   
 
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
 
 

 

 
   
 
   
 
Schäden der Rotatorenmanschette
 
 

Als Rotatorenmanschette bezeichnet man eine zentrale Gruppe von Muskeln am Schultergelenk. Diese umfassen mit ihren sehnigen Ansätzen den Oberarmkopf von allen Seiten. So garantieren sie bei den Drehungen des Gelenkes die notwendige stabile Führung. Sie leiten die Initialbewegungen des Schultergelenkes ein, indem sie den Oberarmkopf beim Abspreizen des Armes in die Gelenkpfanne pressen. So wird die Abspreizbewegung des Armes möglich.

Diese Sehnen, insbesondere die Sehne des Muskels, der am Oberrand des Oberarmkopfes ansetzt, können in seltenen Fällen – und dann nur bei jungen Personen – durch Unfälle verletzt werden, etwa wenn bei einem Sturz auf die Schulter der Arm in einer plötzlichen Bewegung an den Körper herangeführt wird.

Der weitaus häufigste Grund für einen Riss der Sehne des M. supraspinatus (Obergrätenmuskel) ist jedoch ein anderer: ihr Verschleiß. Wie die Achillessehne gehört die Sehne zu den so genannten „Verschleißteilen“ unseres Körpers. Der Krankheitsbeginn kann auch hier in einer Muskeldysbalance gesehen werden.


Diagnostik

Die Diagnostik umfasst Röntgenaufnahmen, Ultraschalluntersuchungen und Schichtaufnahmen im Magnetfeld. Können andere Muskeln, wie zum Beispiel der M. deltoideus (Deltamuskel), den Defekt des M. supraspinatus nicht kompensieren, ist eine operative Versorgung angeraten. Denn eine Selbstheilung des kompletten Defektes ist nahezu ausgeschlossen.


Behandlung

Die Operation kann arthroskopisch oder durch einen kleinen Zugang durch die Haut erfolgen, den so genannten „mini-open“, einer operativen Schnittgröße von ca. sechs Zentimeter.
Die nach-operative Ruhigstellung richtet sich nach der Größe der versorgten Defekte. Nach Ausheilung ist hier eine Phase der intensiven muskulären Stabilisation des Gelenkes durch Krankengymnastik und Muskeltraining empfohlen; denn nur die zielgerichtete und intensive muskuläre Aufbauarbeit kann das operative Ergebnis ergänzen. Der Zeitbedarf beträgt je nach Alter und individueller Situation des Patienten drei Monate bis zu einem Jahr.