Gelenk- und Fußchirurgie Mittelhessen  
 
 
   
 
 
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
 
 

 

 
   
 
   
 
Gelenkersatz Knie
 
 

Ein Gelenkersatz des Kniegelenkes sollte immer dann in Betracht gezogen werden, wenn die Beschwerden die Lebensqualität sehr stark einschränken und andere Behandlungsmethoden zu keiner Linderung führen; wenn Schmerzen sowohl bei Belastung als auch in Ruhestellung ständige Begleiter des Patienten werden; wenn die Wegstrecke oftmals nur noch mit einem Stock zurückgelegt werden kann.

 

Gelenkersatzoperationen – Teilgelenks-oder Vollgelenksersatz – führen wir ausschließlich unter stationären Bedingungen durch. Dem Operateur stehen unterschiedliche Modelle für das jeweilige Ausmaß und die anatomische Lokalisation der Erkrankung zur Verfügung.

Die voroperative Planung steht ganz unter dem Vorzeichen, den operativen Eingriff für den Patienten so knochensparend wie möglich zu gestalten. Der Weichteileingriff sollte dabei ebenfalls so klein wie möglich sein, so dass die Rehabilitationsphase schon frühzeitig nach der Operation beginnen kann.

 

OP Planung

Für die Versorgung beider Kompartimente des Kniegelenkes steht für die päoperative Planung ein Computerprogramm zur Verfügung.

Hier werden anhand einer Röntgenganzbeinaufnahme im Einbeinstand von der Hüfte bis zum Sprunggelenk und den üblichen Röntgenbildern in zwei Ebenen die Größe der zu verwendeten Implantate sowie die Ausrichtung in den Raumebenen simuliert.

Die Umsetzung dieser Planung während der OP ist dem Geschick und der Erfahrung des Operateurs überlassen. Auch die so genannte Navigation des Kniegelenkes ist vom persönlichen Geschick des Chirurgen abhängig.

 

Visionaire Technologie

Professor Tibesku aus Straubing hat 2009 begonnen in Europa mit einer neuen Art der Planung für die Knieendoprothetik zu beginnen.

Hierbei wird anhand von einer MRT- Untersuchung und Röntgenbildern lange vor der OP ein Modell des zu behandelnden Kniegelenkes angefertigt und zwar mit seiner Fehlstellung und der durch Verschleiß veränderten Form. Hierzu wird in einer besonderen Technik je eine Schablone für den oberen und unteren Kniegelenksanteil angefertigt, die also genau dem individuellen Kniegelenk entsprechen. Durch spezielle Schlitze werden die ersten Sägeschnitte durchgeführt. Diese Referenzflächen sind die Grundlage der  100% igen Übertragung der Planung auf das zu operierende Kniegelenk.

Das hat folgende Vorteile für den Patienten:

Verkürzung der OP- Zeit. Damit geringeres Infektionsrisiko.

Keine Eröffnung der Markräume des Ober- und Unterschenkels. Das verringert den Blutverlust und beugt möglichen Herz- Kreislauf- Komplikationen vor.

Der unmittelbare Verlauf nach der OP ist schmerzärmer, es entsteht ein kürzerer Krankenhausaufenthalt und ein früherer Beginn der Rehabilitation ist möglich.

 

Visionaire