Gelenk- und Fußchirurgie Mittelhessen  
 
 
   
 
 
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
 
 

 

 
   
 
   
 
Der Spreizfuß
 
 

Durch Absenkung des Fußquergewölbes ist bei einem Spreizfuß der Vorfuß verbreitert. Zumeist anlagebedingt entstanden, handelt es sich hier um die häufigste Fußfehlbildung überhaupt. Der Betroffene leidet unter zunehmenden Schmerzen beim Gehen, insbesondere beim Treppenaufsteigen.


Diagnostik

Aus dem Beschwerdebild und der körperlichen Untersuchung lässt sich die Diagnose stellen:
Meist ist ein krankhaftes Beschwielungsmuster unter dem 2. und 3. Mittelfußknochen erkennbar. Bei einer Untersuchung lassen sich eine Verbreiterung des Vorfußes und/oder ein Absinken des “Quergewölbes“ feststellen. Eine Röntgenaufnahme gibt weiteren Aufschluss: einen veränderten Winkel zwischen dem 1. und 2. Mittelfußknochen sowie die Auffächerung des Mittelfußes (Spreizfuß). Bei einer elektronischen Fußdruckmessung ist die Verlagerung des Abrolldruckes vom Großzeh auf die Kleinzehen qualitativ und quantitativ messbar.

 

Behandlung

Sofern anderes Schuhwerk und entlastende Einlagen zu keiner Besserung führen, sollte über eine Operation nachgedacht werden. Je nach Beschwerden wählen wir die passende Vorgehensweise aus. Wir haben folgende Möglichkeiten, um den Spreizfuß zu korrigieren, durch:

  • eine körpernahe Umstellung des ersten Mittelfußknochens bei fortgeschrittenen Deformierungen des Fußes
  • eine körperferne Verschiebung des ersten Mittelfußköpfchens zur Seite und fußbodenwärts
  • eine körperferne Verschiebung des 5. Mittelfußknochens nach innen
  • eine Korrektur von Klauen-, Krallen- und Hammerzehen durch Wiederherstellung der optimalen Stellung der Gelenkpartner des Grundgelenks
  • eine Entfernung des Mittelgelenkes – ggf. des Endgelenkes – und einer Weichteilbalance der Strecksehne und der Grundgelenkskapsel
  • Umlenkung der langen Beugesehne bei noch komplett erhaltener Beweglichkeit der Grund-, Mittel- und Endgelenke der Kleinzehen

 


Spreizfuß mit körpernaher Umstellung des ersten Mittelfußknochens, des Grundgliedes der ersten Zehe und Umstellung des 5. Mittelfußknochens

 

Die Nachbehandlung bei der körpernahen Umstellung erstreckt sich über 6 bis 8 Wochen. Während dieser Zeit muss anfangs ein Vacoped-Verband getragen werden. Nach kurzfristiger Entlastung mit Unterarmstützen ist es möglich, den Fuß voll zu belasten. Bei den anderen vier Operationen kann der Fuß – in einem Verbandschuh mit steifer Sohle – sofort am gleichen Tag noch voll belastet werden.