Gelenk- und Fußchirurgie Mittelhessen  
 
   
 
 
 
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
 
 

 

 
   
 
   
 
Hallux valgus
 
 

Beim Hallux valgus, einer Schiefstellung des Großzehs, knickt dieser zur Kleinzehe hin – eine Fehlstellung, die durch eine geschwächte Fußmuskulatur und ein Nachgeben des Fußgewölbes bedingt wird. Voraussetzung hierfür ist meist anlagebedingt eine Hypermobilität im Tarsometatarsalgelenk (Fußwurzelmittelfußgelenk).

 

Die Ursache hierfür liegt in der nachlassenden Rückstellkraft der Fußbinnen- und Unterschenkelmuskulatur, so dass im Laufe der Jahre eine vorhandene Fehlstellung zunimmt. Begleitend treten häufig Schmerzen auf. Sie entstehen durch einen Reizzustand des Zehengelenks und durch die Schwielen, die sich infolge des erhöhten Schuhdrucks am Großzehballen und im Querfußbereich bilden, da die Kleinzehen die Hauptbelastung übernehmen.


Diagnostik

Die Fehlstellungen sind meist äußerlich gut zu erkennen: Der Untersucher überprüft die Beweglichkeit, die Durchblutung und das Gefühlsempfinden in der Großzehe. Eine starke Verschwielung unter der Mitte des Vorfußes weist meistens auf eine gestörte Lastverteilung des Fußes hin. Ein verstärktes Abkippen der Ferse nach außen begünstigt darüber hinaus die Fehlstellung. Es kommt zu Schmerzen und Druckstellen am Fuß – und der natürliche Gang wird behindert.

Für die genauere Beurteilung der knöchernen Fehlstellung geben Röntgenaufnahmen beider Füße im Stehen mit der vollen Körperbelastung Aufschluss, so dass eine bereits eingetretene Gelenkschädigung gut erkannt werden kann. Die Fehlstellung führt zur Überlastung bestimmter Stellen des Fußes. Diese Überlastung ist in ihrer Größe und Ausdehnung messbar.

 


Spreizfußdeformität mit Hallux valgus, Vergrößerung des Winkels zwischen 1. und 2. Mittelfußstrahl mit extremer Seitneigung der Großzehe

 

Behandlung

Am Beginn der Erkrankung, wenn die Muskelschwäche im Vordergrund steht, können die Beschwerden durch eine spezielle Fußgymnastik und unterstützende Einlagen gebessert werden.

Im fortgeschrittenen Stadium jedoch, wenn bereits eine irreversible Fehlstellung eingetreten ist, hilft nur noch eine Operation weiter. Mit einem chirurgischen Eingriff können wir die richtige Funktion und die anatomische Stellung wiederherstellen – und Sie auf diese Weise von den Schmerzen befreien.

In unserer Praxis arbeiten wir bei mäßigen bis mittelgradigen Fehlstellungen des ersten Mittelfußknochens nach folgenden Methoden:


Stoffella-Methode

Körpernahe Umstellung des 1. Mittelfußknochens